Frühling/Herbst 2020 - VOIX

Das Duo Klexs hat sich für ihr neues Programm Voix mit den vielschichtigen Seiten ihrer Stimmen, sowohl den menschlichen, als auch denen ihrer Instrumenten, auseinandergesetzt und sie miteinander verknüpft. Neben den zwei verspielt-absurden Stücken von Matthew Shlomowitz und Simon Steen-Andersen sind in Zusammenarbeit mit drei Luzerner Komponist*innen drei neue Werke entstanden. Die beiden Muttersprachen, deutsch und französisch, sind in Asia Ahmetjanovas Stück „Elysee Vertrag von 1963“ zu hören. In der Komposition „solang“ von Urban Mäder werden verschiedene Möglichkeiten der Verbindung zwischen Stimme

und Instrumentalklang untersucht und Zita Bucher spielt in ihrem Stück mit der Struktur und Einteilung von Zeit, Raum und Kraft.

 

 

 

Programm

 

Letter Pieces n°5 - Northern cities

Matthew Shlomowitz

 

Difficulties putting it into practice

Simon Steen-Andersen

 

Solang (UA)

Urban Mäder

 

Zwölf (UA)

Zita Bucher

 

Elysée Vertrag (UA)

Asia Ahmetjanova


Frühling 2021 - Geradeeben

Die Klangästhetik frei improvisierter oder komponierter Musik hat viele Gemeinsamkeiten. Doch in frei improvisierter Musik entscheiden Musiker aus dem Moment heraus, ob sie einen Klang spielen, und wie sie ihn spielen. Die Energie des Zusammenspiels entsteht im Moment. Diese Energie, Freiheit und Leichtigkeit, welche bei frei improvisierter Musik entstehen kann, versuchen wir in unsere Interpretationen komponierter, zeitgenössischer Musik einfliessen zu lassen, ohne dabei die Akribie bei der Erarbeitung eines Werkes zu vernachlässigen.
Durch performative, manchmal auch skurrile Interpretationen, versuchen wir die manchmal kritisierte Steifheit neuer Musik zu durchbrechen. So fügen wir unseren Interpretationen eine visuelle Ebene hinzu, die dem Publikum tiefere Einblicke in unsere musikalische Auseinandersetzung gibt.
In unserem neuen Projekt Geradeeben möchten wir diese zwei Ansätze weiterdenken. Die drei bereits bestehenden Werke von Georges Aperghis, Mathilde Bigler und Urban Mäder setzen sich damit auf unterschiedliche Weise auseinander. Zusätzlich werden die beiden Komponistinnen Michal Muggli und Anda Kryeziu, welche sich ebenfalls schon lange mit Performance und frei improvisierter Musik beschäftigen, je ein neues Werk für uns schreiben.
So entsteht ein Programm, dessen Ablauf bei jeder Aufführung improvisiert wird: Ein Konzept mit frei improvisierten und performativen Übergängen lässt uns die Reihenfolge der Werke aus dem Moment heraus gestalten. Wir reagieren spontan auf Raum, Publikum und unsere persönliche Stimmung. So wird jeder Konzertabend einzigartig.

Programm

 

Retrouvailles                     

La 4 a Bee                        

Auftragskomposition         

Auftragskomposition                  

Solang                              

Konzeptimprovisationen    

 

 

Georges Aperghis

Mathilde Bigler (Wiederaufnahme)

Anda Kryeziu

Michal Muggli

Urban Mäder (Wiederaufnahme)

Duo Klexs


Herbst 2021 - URFOMEN (Kollaboration mit ExVoCo)

Mit unserer nichtalltäglichen Besetzung haben wir in den letzten Jahren mit einigen KomponistInnen und MusikerInnen zusammengearbeitet und uns ein breites Repertoire aufgebaut, welches auch performative und vokale Werke oder Teile beinhaltet. So kam es, dass bei einem Gespräch mit Christie Finn von ExVoCo die Idee eines gemeinsamen Projektes aufkam. 

Die Werke « Rädda Mig ur Dyn » von Karin Rehnqvist  und « Ursonate » von Kurt Schwitters stehen am Ursprung des Projekts. « Rädda Mig ur Dyn » errinnert an Emotionen die aus den Musiker_innen herausplatzen - eine Art Urschrei oder Hilfeschrei. Die « Ursonate » ist eins der Lieblingswerke von ExVoCo. Kurt Schwitters arbeitete zehn Jahre an der Sonate für Urlauten. Dieses Lautgedicht greift in rein dadaistischem Geist die Struktur einer Sonate auf. Als Instrument, die Stimme und als Noten, Konsonanten und Vokale. Für dieses Projekt werden wir gemeinsam eine neue Version erarbeiten.

Urschrei und Urlaut - auch in den drei Auftragskompositionen welche wir für dieses Projekt vergeben soll es um Urformen gehen. Was gibt es sonst für musikalische Urformen? Diese Frage beantworten die drei Komponist*innen für sich.

Nicolas von Ritter wird sich für uns mit Urgesten auseinandersetzten. Mit Gesten sind für ihn sowohl musikalische Gesten, als auch physische Gesten gemeint. 

Zessas Seglias möchte sich für unser Projekt mit Madrigalen auseinandersetzten und diese Urform für Kammermusik für eine neue Komposition für uns nutzen. 

Lea Hasher wird sich mit der Form der Notation auseinandersetzten. Es wird bei ihrer Komposition neue und alte Formen von Notation geben. 

Programm

 

Rädda Mig ur Dyn             

Commande                          

Commande                     

Commande                      

Ursonate                          


Zusammenarbeit mit dem Ensemble ExVoCo (Expanded Voice Company)

Christine Finn – Sopran 

Frank Wörner – Bass

Matias Bocchio – Bariton

Frühling 2022 - Strom

In den vergangen Jahren hat das Duo Klexs mit seinem akustischen Duoklang experimentiert und geforscht. Mit dem neuen Projekt Strom stellen sie Werke mit elektronischen Elementen in Vordergrund. So wird der akustische Duoklang erweitert oder verändert.
Sei es, dass die Instrumente einfach « nur » Verstärkt werden, um mit der Präsenz der jeweiligen Instrumente zu spielen, der Klang durch Effektgeräte verfremdet wird, oder beide Instrumente mit einer elektronischen Stimme ergänzt werden. Sie sehen die Auseinandersetzung mit Elektronik als ein Werkzeug, um mit ihren Instrumenten räumlich und klanglich neue Klangwelten zu entdecken.
Zwischen den drei Auftragskompositionen der in der schweiz lebenden Komponist*innen Kevin Juillerat, Emilio Guim und Ezko Kikoutchi, werden zwei Solowerke von Marco Momi eingebettet. Die Übergänge werden mit kurzen (improvisatorischen) Klangkonzepten gestaltet. So entsteht ein einstündiges Gesamtwerk.

Programm


Cinque Nudi (Saxophon solo)
Première berceuse sur rien (Viola solo)
UA
UA
UA


Herbst 2022 - Image(s)

Mit Image(s) möchten wir die Kompositionen aus den Projekten Geradeeben und Strom, sowie einem Werk aus unserem Repertoire von Dieter Ammann mit Lichtkompositionen des Lichtkünstlers Kurt Laurenz Theinert konfrontieren. Wie verändert sich dadurch die Wahrnehmung der Musik? Ermöglicht es vielleicht einen „einfacheren“ Zugang?

Dazu wird aber auch eine Neukomposition, welche explizit für dieses Projekt geschrieben wird, aufgeführt.

Der Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert entwickelt zu jeder Komposition seine eigene Lichtkomposition. Mit seinem selbst entwickelten Visual Piano wird er live mit diesen Lichtkompositionen den kompletten Raum bespielen.

Dabei verschmelzen Klang- und Lichtbild, ergänzen sich, lassen so eine Komposition auf eine neue Art entdecken. Gegensätze werden aber genauso ausgelotet. Mal gibt es zur brachialen Klangwolke ruhige, nahezu statische Lichtbilder, mal werden ruhigen Klänge mit einer wild fluoreszierenden Bildebene ergänzt.

Programm

 

UA                                                                 

Wiederaufnahme UA Geradeeben           

Wiederaufnahme UA Geradeeben     

Wiederaufnahme UA Geradeeben

Daccord(s)

 

 

NN

Anda Kryeziu

Ezko Kikoutchi

Kevin Juillerat

Dieter Ammann