
ABSURDITÄT

Absurdität – ein Wort, das unsere Gegenwart treffend beschreibt. Zwischen globalen Krisen und den inneren Spannungen der Kunstwelt sucht unser neues Projekt nach Wegen, das Unfassbare zu fassen. Statt politischer Parolen setzen wir auf das Spiel mit dem Ungewöhnlichen: Musik und Performance, die im ersten Moment komisch oder rätselhaft wirken.
Die Absurdität ist hier nicht nur ein Spiegel der Welt, sondern auch ein Werkzeug: Sie bringt zum Schmunzeln und öffnet Räume für neue Gedanken. Die Neukompositionen von und mit Felix Nussbaumer, bzw. Gemma Ragués Pujol wird umrahmt mit Werken von Peter Conradin Zumthor,Georges Aperghis, Charlotte Torres und Carola Bauckholt.
Programm
KLEINBASEL FREE TOUR (UA) - Gemma Ragués
für zwei Performer :innen
Eingang um
I <3 Werbung
We don’t play
Let’s make memories together
Split
WAS IST KREATIVITÄT?
HRR GLL SRR (2020) - Peter Conradin Zumthor
für zwei Stimmen
Vakuum Lieder (2017) - Carola Bauckholt
für Solo Staubsauger
music for one alto saxophone (UA) - Felix Nussbaumer
für zwei Altosaxophone, Viola und Elektronik
Hommage à Prokofiev (2020) - Charlotte Torres/arr. Silke Strahl
für Solo Sopransaxophone
Retrouvailles (2013) - Georges Aperghis
für zwei Performer :innen
MItwirkende
Duo Klexs
Léa Legros-Pontal – Bratsche/Performance
Silke Strahl - Saxophone/Performance
Felix Nussbaumer
Saxophone/Elektronik
HRR GLL SRR - ist ein humorvoll-rhythmisches Sprechstück des Schweizer Schlagzeugers und Performers Peter Conradin Zumthor. Das Werk entstand ursprünglich als Solostück und wurde uns im Anschluss an eine gemeinsame Zusammenarbeit im Jahr 2023 zur Bearbeitung für zwei Performer*innen überlassen.
Vakuum Lieder - ist ein Solowerk der Komponistin Carola Bauckholt für eine Performerin und Staubsauger. Durch den Einsatz des Staubsaugers wird die Stimme der Performerin verfremdet und in neue klangliche Zusammenhänge überführt.
Music for one alto saxophon – von Felix Nussbaumer untersucht chaotische Resonanzen im Inneren des Instruments, die entstehen, wenn die Klappen bestimmte instabile Multiphonics hervorrufen. In einem separaten Raum erzeugen drei Musiker*innen in Echtzeit Material, das in ein auf der Bühne stehendes Saxophon übertragen wird. Mit Hilfe eines Lautsprecher wird der Klang direkt in den Schalltrichter einspeist. Mikrofone wiederum nehmen die innere Resonanz auf, so wird das fragile Verhalten auf eine ganz eigene Art hörbar gemacht.
Hommage à Prokofiev – ist ein Solostück für Englischhorn, das von Silke Strahl für Sopransaxophon arrangiert wurde. Mit Flossen an den Füssen imitiert die Interpretin Entengeräusche; das Spiel entwickelt sich zeitweise zu einem skurrilen Streit oder einer Konversation zwischen Flossen und Instrument.
Klein Basel Free Tour
Street Art oder Strassenregeln? Was verlangt eine Stadt von uns? Einen neuen Look, Autos hassen, dich vermissen … Eine Reihe von Situationen, die auf in Kleinbasel gesichteten Texten basieren, bieten einen Einblick in die Nachbarschaft. Wie bei den kostenlosen Führungen wird das Publikum durch Texte geführt, die Gemma Ragués aufgefallen sind, als sie durch ihr Viertel spazierte und Fotos von Texten machte. Die Auswahl des Materials stammt aus einer Bilddatenbank mit 650 Bildern. Alle Texte wurden im Oktober 2025 von Anonymen verfasst.
Retrouvailles – welches von George Aperghis komponiert wurde, treffen zwei alte Freunde aufeinander. Sie sprechen eine ihnen vertraute Sprache aus nonsensartigen Silben und inkonsequenten Wörtern, die dem Publikum verschlossen bleibt. Gesten wie Händedruck, Umarmung, gemeinsames Trinken oder Erinnern erscheinen als Fragmente des Alltags, verlieren jedoch durch die Verarbeitung der Stimme und die Fragmentierung der Gesten ihre scheinbare Realität.






